Medienerziehung – Ist es möglich zu vertrauen?

6. Juli 2019

(Werbung – wg. Produktmarkennunnung und Verlinkungen) 

Medienerziehung – Was ist das?

Ich wurde durch einen Blogbeitrag, bzw. durch einen Aufruf für eine Blogparade dazu inspiriert auch solch einen Beitrag zu schreiben. Den Anfang hat die liebe Beate gemacht mit Ihrem Beitrag SCHAU HIN! Blogparade über Vertrauen und Kontrolle in der Medienerziehung

In der heutigen Zeit ist das ganze Thema “Medien” nicht so  einfach. Wir leben es den Kindern vor, wir Eltern sind oft selbst vor dem Smartphone, Tablet, Fernseher, Spielkonsole oder vor dem PC. Bevor wir bei den Kindern, mit dem ganzen Thema Medienerziehung anfangen, sollten wir zuerst uns reflektieren. Wie oft nutzen wie die Medien? Auch wir sind Vorbilder für unsere Kinder, wir leben den Kindern vor, wie wir die Medien nutzen.

In der letzten Zeit höre ich recht häufig, das Ihre Kinder ja kein Smartphone, Tablet oder ähnliches bekommen und es sind genau die Eltern, die Ihren Kids dann doch Ihr eigenes Smartphone geben. Die Smartphones der Eltern sind ungeschützt, es ist hier alles für die Kids zugänglich. Sie geben den Kids das Handy für Spiele und für Youtube, aber was sie dennoch machen, wissen die Eltern meist nicht. Seit mal Ehrlich, wenn Ihr Euer Smartphone an Eure Kinder weiter gebt, bleibt Ihr die ganze Zeit daneben und schaut penibel drauf, was sie schauen oder welche Spiele sie spielen? Ich denke eher nicht, aus eigener Erfahrung sage ich, das wir Eltern meist das Handy, in Situationen geben, wo wir es selbst nicht direkt benötigen. Zum Beispiel beim Autofahren, oder im Restaurant, da gibt es echt viele Beispiele.

Der erste Laptop

Leni geht seit letztem Jahr in die Schule. Durch die Schule, haben sie die Internetseite “Antolin” kennengelernt. Es ist an sich eine tolle Sache. Die Kids lesen Bücher und müssen dann Fragen zu dem jeweiligen Buch beantworten. Für jede richtig beantwortete Frage gibt es Punkte. Die Punkte kann die Lehrerin einsehen und am Ende des Schuljahres gibt es eine Urkunde.

Am Anfang habe ich mich mit dabei gesetzt, aber ich habe hier recht schnell gemerkt, das es nicht gut geht, bei jeder Frage, ging der Blick zu mir. So kann leider kein Selbständiges Arbeiten zustande kommen. Direkt Alleine wollte ich sie nicht an den PC lassen, da es der Zugang doch recht offen ist.

Unser Papschen kam dann auf die Idee, ihr einen gebrauchten Laptop zu kaufen. Wir haben hier einen Extra Account auf dem Rechner für sie Angelegt und dieser ist soweit limitiert, das sie nur auf die Seiten Frag Finn und auf die Antolin drauf kann. In dem Zuge haben wir Ihr auch Netflix mit dem Kids Account auf den Laptop installiert. Sie hat keinen eigenen Fernsehr und daher fand ich die Idee ganz gut. Sie kann den Laptop jederzeit nutzen, allerdings nur nach Absprache mit uns. Somit haben wir auch ein Blick darauf, wie lange sie den Laptop nutzt. 

Tablet und Nintendo Switch

Diese 2 Medien, kann Leni auch nutzen, wir haben festgestellt, wenn wir Ihr den Zugang dafür gewähren (wie gesagt, immer nach Absprache mit uns) dann ist das Interesse gar nicht so groß. Klar sie spielt auch gern mal auf der Switch oder auf dem Tablet, aber das ist bei uns alles überschaubar. Bei der Switch, sitze ich allerdings noch oft daneben, wir haben diese recht neu und will ich sie noch nicht alleine darauf los lassen. Wir haben hier auch kindgerechte Spiele aus der Mario Familie.

Smartphone

Papschen und ich haben lange überlegt, wann hier der richtige Zeitpunkt ist, bei der Blogfamilia, hat uns ein Medienpädagoge uns empfohlen, mit 14 Jahren, aber später wäre besser, dem Kind ein Smartphone zu geben. Klar bei einem Smartphone, geht auch eine Menge Verantwortung auf die Eltern und auf das Kind über. Man sollte das Smartphone zuerst mit seinen Kind besprechen, was man darf und was nicht. Es reicht nicht aus, das Smartphone zu übergeben mit den Worten “damit du uns erreichen kannst”, das war früher mal, aber in der heutigen Zeit reicht es bei weitem nicht aus. Ich bin auch kein Freund davon, das Smartphone als Strafe wegzunehmen. Wenn diese Strafe einmal aufkommt, ist das Vertrauen weg, jedesmal wenn die Kids mist bauen, müssen sie Angst haben, dass das Smartphone als Strafe weggenommen wird. Ich bin der Meinung, die Kids sollten zu uns kommen, wenn etwas “komisch” auf dem Handy ist. Sprich, wenn sie unschöne Nachrichten bekommen oder ähnliches. Wenn wir den Kindern, von Anfang an das Gefühl geben, das Handy ist eh bald wieder weg ist, dann könnte man damit genau das Gegenteil erreichen. Sie machen dicht und sagen nichts mehr und sind dann mit den unschönen Seiten des Smartphones alleine.

Wir haben alle Geräte auf eine bestimmte Zeit limitiert. Insgesamt hat sie 1 Stunde Bildschirmzeit pro Tag und ab 20 Uhr (jetzt in den Ferien) sperren sich alle Apps. Das ist echt ein Vorteil bei den Apple Produkten. Hier kann man alles beschränken. Wenn Sie eine App aus dem Smartphone löschen möchte oder eine neue herunterladen möchte, werde ich direkt benachrichtigt und muss es bestätigen. Somit haben wir als Eltern schon eine gute Kontrolle, was heruntergeladen wird und was nicht. 

Zurück zur Anfangsfrage: Medienerziehung – Was ist das?

Medienerziehung bedeutet, das Kind behutsam und Stück für Stück in diese Welt einzuführen. Es reicht nicht, das Gerät einfach in die Hand zu drücken, mit den Worten “Mach mal”. Ganz im Gegenteil, wir müssen mit den Kindern Gespräche führen und sie aufklären. In der Realität sieht das ganze meist anders aus, die Kinder wollen und können das ganze ausmaß doch noch nicht so verstehen. Genau aus diesem Grund, ist es wichtig, auch mal genauer hin zu sehen, was die Kinder gerade an dem jeweiligen Medium macht. 

Hier ein Beispiel, Leni schaut hin und wieder gern die Kanäle von einigen Youtubern an, obwohl sie über Youtube Kids schaut, ist es kein Garant dafür, das nicht doch Inhalte gezeigt werden, die nicht für sie geeignet sind. Es ist hier wichtig, mit den Kindern darüber zu reden, wenn mal etwas komisch ist, es gleich zu sagen. Man sollte den Kindern in dem Moment aber auch klar machen, das sie keine Angst haben müssen, das des Smartphone oder Tablet dann weg ist, weil dann wird erst recht nichts gesagt.

Ich fasse Zusammen, das ganze Thema ist nicht ohne und sehr komplex, man sollte mit seinen Kindern über die Inhalte und den weiteren Konsequenzen sprechen. Bei älteren Kindern sollte man auch über die Netiquette in den einzelnen Chats sprechen. Auch wenn man im Netz Anonym ist, sollte man dennoch höflich sein und auch keinen Beleidigen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, seinem Kind dafür zu sensibilisieren, dass das Netz nie vergisst. Einmal eingestellte Videos, Bilder oder sonstiges bekommt man nicht mehr aus dem Netz gelöscht. Selbst wenn man es hochstellt und kurz danach wieder löscht, man weiß nie, ob es jemand schon gespeichert oder weiter verbreitet hat. Gerade bei den Teenies sollte man auch das Thema besonders ansprechen, da jeder Post, von potentiellen zukünftigen Arbeitgeber gesehen werden könnte.

Wie geht Ihr mit dem Thema um?

Haben Eure Kids schon Smartphones, Konsolen usw.? und Wenn ja, wie handhabt Ihr das ganze?

 *Der Beitrag enthält einen Affiliate-Link, ich bekomme dadurch eine kleine Provision, der Kaufpreis ändert sich für Euch dadurch nicht

4 Kommentare

  1. Britta

    Ein spannendes und brandaktuelle Thema! Auch mit den kleineren Kindern muss man sich mit dem Thema ja schon auseinandersetzen. Und da fällt mir auch als erstes das Stichwort “Vorbilder” ein.

    Liebe Grüße
    Britta von http://www.fraufreigeist.de

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  2. Dr. Annette Pitzer

    Ein extrem wichtiges Thema, das Du hier bearbeitet hast. Viele Kinder bedienen und nutzen Medien. Aber “Medienkompetenz” ist wesentlich mehr, als nur zu wissen, welche Knöpfe man drücken muss. Kinder sind neugierig und probieren ohne Scheu am Computer und am Smartphone Dinge aus. Kinder brauchen einen sinnvollen Umgang mit den Medien.
    Alles Liebe
    Annette

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  3. IcefeeTestet

    Ein sehr interessanter Beitrag, hast du richtig toll geschrieben
    Liebe Grüße Katrin

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  4. JesS von feierSun.de

    Es ist gut, dass ihr das Thema für euch genau angeht. Wir haben hier nur ein KinderTablet vom großen “A” und das ist an sich ja schon limitiert durch uns und wenn sie fragt, darf sie auch mal auf Papas Handy YouTube schauen. Dann ist immer einer in der Nähe (wir erinnern uns an ElsaGate und Co.
    Aber Medienerziehung beginnt genau da, wo wir anfangen uns Gedanken zu machen und unsere Kinder an genau diese Medien heranführen.

    Daher sind wir wachsam, offen und genau so haben wir das beim nun 21. jährigen gemacht.

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Ich Mamschen

Mein Name ist Denise Drews, ich bin Jahrgang 1987 und komme aus Hainburg. Ich bin seit August 2008 verheiratet und eine leidenschaftliche Mama seit Februar 2012. Der Name für den Blog „Mamschen“ ist von meiner fünfjährigen Tochter entstanden. Ich werde von ihr immer liebevoll Mamschen genannt.

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