Der erste Monat im neuen Leben

7. September 2018

Lange haben wir den Tag herbei gesehnt. Den Tag an dem Leni eingeschult wird, er kam auf einmal ganz schnell und er ging auch genauso schnell wieder vorbei.

Der Tag war einfach schön, wir haben ihn mit unserer Familie verbracht und einfach genossen. Ich hatte überlegt, ob ich über den Tag schreiben soll oder nicht. Dann habe ich mal zu meinen Blogger Kollegen rüber gelunst und gedacht, dass noch ein Bericht über die Einschulung bestimmt übersehen wird. Die Berichte waren alle sehr interessant und es war echt faszinierend, wie unterschiedlich die Einschulungen stattfinden.

Nun möchte ich euch über den ersten Monat mit einem Schulkind berichten. Es ändert sich von heut auf morgen alles. Nicht nur Leni wurde eingeschult, sondern ich auch. Ich drücke wieder die Schulbank und mache eine Ausbildung zur Mediengestalterin.

Das ist schon komisch mit 31 nochmal die Schulbank zu drücken. In der Klasse bin ich mit Abstand die Älteste und auch die einzige mit einem Kind. Klar hier herrschen ganz andere Themen. Es ist  total erfrischend mal andere Themen auf den Schirm zu haben, als „nur“ das Mama sein. Genug von mir 🙂 nun zurück zu Leni. Der erste Monat war mit vielen Überraschungen gespickt.

Ich hatte anfänglich große Angst, wie es alles wird und vor allem viele viele Fragen:

  • Wie ist die Klasse zusammengesetzt?
  • Sind es nette Kinder und auch nette Eltern?
  • Wie ist die Klassenlehrerin? Ist sie nett oder ein Drache?
  • Wie steckt Leni das Ganze weg?
  • Wie läuft es in der Betreuung?
  • Sind die Betreuer nett?
  • Könnte es zuviel werden? Schule und Hobbys?
  • Was gibt es zum Essen?
  • und noch viele weitere….

Fragen über Fragen. Ich  denke, jede Mama hat anfangs diese Fragen und es ist auch gut so. Eine gute Portion Respekt sollte es vor der neuen Situation schon geben.

Unser Tagesablauf ist klar strukturiert. Papschen und ich stehen immer etwas früher auf und lassen Leni bis 6:45 schlafen. Gerade dienstags ist es, meiner Meinung nach, wichtig, dass sie länger schlafen kann. Montags hat Leni langes Schwimmtraining, dies geht bis 20:30 bis wir dann daheim sind, ist es auch kurz nach 21 Uhr. Aber selbst das steckt sie sehr gut weg, daran merkt man wie wichtig ihr der Schwimmsport ist.

Wir fahren Leni zur Schule, das werde ich auch noch so lange sie das möchte machen. Sie darf diesen Luxus genießen, das hat auch den weiteren Grund, sie kann dann länger schlafen und hat morgens einfach mehr Zeit.

Das ganze Verhalten hat sich auch total verändert. Sie wirkt und ist auch viel selbstständiger. Mir wird jeden Tag bewusst, wie schwer es ist, dies zu akzeptieren. Es zu akzeptieren, dass sie viele Dinge alleine kann und auch dass sie in vielen Dingen eigene Entscheidung trifft. Wir haben ihr zwar schon vorher viel Raum für selbstständige Entscheidungen gegeben, allerdings merkt man, dass diese Entscheidungen nun überlegter sind als vorher. Meine Bedenken zur Klasse haben sich auch schnell aufgelöst. Wir haben eine tolle Klasse und viele kannten wir bereits durch unseren Kindergarten. Unsere Klassenlehrerin ist sehr nett und geht auch super auf die Kinder ein. Leni erzählt (wenn sie mal was erzählt) viel Positives. Ihr macht es sehr viel Spaß in der Schule. Ihr Highlight in der Woche ist die Singklasse. Sie singt sehr gerne, da kam das Angebot der Singklasse genau richtig.

Die Betreuung ist top. Es ist alles super organisiert und geregelt. Leni ist teilweise traurig, wenn ich sie schon gegen 15 Uhr abhole. Am liebsten würde sie bis zum Ende dort bleiben. Nur das Essen, würde Ihr wohl nicht so gut schmecken. Hmmmm allerdings ist sie beim Essen nicht so aufgeschlossen. Ich denke, das gibt sich mit der Zeit. Wenn ich Leni abhole, kommt immer ein Strahlen von ihr. Genauso muss das sein, da geht das Mamaherz total auf.

Ich habe mit Leni 2 Regeln ausgemacht. Regel Nummer eins ist, dass sie gleich nach der Schule (also in der Betreuung) bis zur Hausaufgabenzeit das Augenpflaster anklebt.  Das Ganze hat den Vorteil, dass sie es nachmittags nicht mehr kleben muss. Die zweite Regel ist, dass sie ihre Hausaufgaben während der Stunde in der Betreuung machen muss. Wenn wir Leni jetzt früher abholen wollen, dann sagt sie sogar immer, dass dies nicht ginge, da sie ja in der Schule die Hausaufgaben machen möchte, damit sie daheim Ruhe hat.

Auch hier überwiegen die Vorteile, wenn sie alles bereits in der Schule erledigt hat, kann sie nachmittags mehr spielen und hat alles aus dem Nacken. Teilweise gab es jetzt schon Aufgabenstellungen, die für mich nicht so ganz klar waren. Gerade bei sowas, können in der Hausaufgabenbetreuung die Betreuer mehr helfen bzw. Hilfestellungen geben, ohne gleich die Lösung zu verraten.

Die ersten 2 Wochen war Leni unheimlich müde nach der Schule. Da hatte ich erst Bedenken, ob sie ihre Hobby alle schafft, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Jetzt hat Leni total Hummeln im Hintern und ist nach der Schule total aufgedreht. Ich denke, wir haben die Umstellungsphase gut über die Runden bekommen.

Ich bin sehr gespannt auf das, was noch alles kommt. Dass nicht immer alles rosig sein wird, ist mir stark bewusst. Ich hoffe, dass dieses Hoch lange anhält und Leni die extremen Schattenseiten der Schule erst spät oder sogar gar nicht zu spüren bekommt.

Wie war Euer erster Monat in der Schule? Haben Eure Kids es gut weggesteckt?

8 Kommentare

  1. Avaganza

    Meine Maus hat heuer schon in der 2 VS begonnen und mein Sohn hat sein letztes Kindergartenjahr. Ich habe zum Glück eine kleine Musterschülerin zu Hause, bei der alles perfekt läuft ohne dass ich viel tun muss … mal schauen wie das dann bei meinem Sohn wird ;-). Alles Gute und viel Freude weiterhin!

    lg
    Verena

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  2. Anja

    Oh das hört sich wirklich interessant an und scheint eine wirklich aufregende Zeit zu sein. Besonders für die Mama 😉 ich bin schon sehr gespannt auf die Schulzeit meiner Tochter, freue mich aber erstmal auf den Kindergarten.

    Viele Grüße Anja

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    • denise

      Die Kindergartenzeit war bei uns sehr schön

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  3. Loving Carli

    Na dann euch beiden alles Gute zur Einschulung 😄 es hört sich an als wenn du alles gut organisiert hast. Regeln zu haben und einzuhalten finde ich sehr wichtig. Gerade bei den Hausaufgaben. Viel Spaß in der Schule.

    Liebe Grüße
    Melanie von https://www.lovingcarli.com

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  4. Natascha

    Ein schöner Erfahrungsbericht. Unsere Maus ist noch einige Jahre entfernt, bis sie in die Schule geht. Aber alleine bei dem Gedanken bin ich jetzt schon aufgeregt.

    Viele Grüße
    Natascha

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  5. L♥ebe was ist

    ohh das ist sicher eine super spannende Phase! gerade in diesen ersten Wochen entscheidet sich ja oft, ob das Kind die Schule mag oder eher nicht 😉
    umso schöner zu lesen, dass deine Kleine ganz begeistert ist! viel Freude weiterhin 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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  6. Nadine

    Hey,
    die ganzen Fragen habe ich mir damals auch gestellt. Aber aus noch vielen anderen Gründen, die jetzt den Rahmen sprengen würden. Unser großer ist nun in der dritten und hat sich damals riesig gefreut. Wir hatten damals aber ein paar Anlauf Schwierigkeiten mit der Lehrerin.. Mittlerweile hat es sich Gott sei dank gelegt. Ich kann deine Sorgen da voll und ganz nachvollziehen.
    LG Nadine

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  7. Sarah

    Ein sehr schöner und persönlicher Erfahrungsbericht. Freut mich sehr, dass es so gut bei euch klappt 🙂 Job und Kind unter einen Hut zu kriegen ist wirklich eine ganz heikle Sache – das gelingt nicht jedem!

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

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Ich Mamschen

Mein Name ist Denise Drews, ich bin Jahrgang 1987 und komme aus Hainburg. Ich bin seit August 2008 verheiratet und eine leidenschaftliche Mama seit Februar 2012. Der Name für den Blog „Mamschen“ ist von meiner fünfjährigen Tochter entstanden. Ich werde von ihr immer liebevoll Mamschen genannt.