Schulärztliche Untersuchung – jetzt wirds ernst!

Nov 28, 2017

Vor ein paar Wochen habe ich eine Einladung für die heutige schulärztliche Untersuchung im Briefkasten gehabt. Ab diesem Zeitpunkt macht man sich so seine Gedanken. Was passiert da eigentlich? Macht Leni gut mit? Kann sie das alles? Und noch viele mehr… Man fängt an zu in sämtlichen Suchmaschinen suchen und auch schon Freunde und Bekannte zu löchern, was da alles auf einen zu kommt. Jeder hat seine eigenen Geschichten und Erfahrungen, auch hier habe ich schnell festgestellt wie unterschiedlich das Ganze ist. Einige Erzählungen haben mir, wenn ich ehrlich bin auch angst gemacht, dass Leni das alles schafft. Andere Erzählungen hingegen haben mir wieder Mut gemacht, meiner kleiner Maus doch mehr zu zutrauen.

 

Heute Morgen war es dann endlich so weit. Leni war so aufgeregt, dass sie kaum was essen konnte (so bin ich auch, wenn ich aufgeregt bin, kann ich nichts essen). Sie konnte es auch kaum abwarten “Ihre” Schule mal von innen zu sehen. Der Termin war um 10:30 angesetzt, wir waren sogar ein paar Minuten vorher da, damit wir auch ja nicht zu spät kommen. Zum Glück war alles in der Schule schön ausgeschildert. Zuerst wurden wir von einer sehr netten Damen empfangen und in den ersten Raum geleitet. Die Dame hat erst mit Leni ein wenig Small Talk gehalten. Leni hatte extra ihren kleinen Freund, den Hasen mitgenommen. Ich denke in dieser Situation, ist es für die kleinen gut etwas Gewohntes mitzunehmen. Es ist ja alles neu, neue Umgebung, neue Kinder und neue Personen. Leni hatte der Dame gleich ihren Hasen gezeigt und ihr etwas darüber erzählt.

 

Wiegen, Messen und Hüpfen

Als Erstes haben wir der Dame die ganzen Unterlagen gegeben (gelbes Heft und den ausgefüllten Fragebogen). Auf der Einladung, war vermerkt, dass die Personalausweise beider Eltern benötigt werden, diese wurden allerdings nicht gebraucht. Nachdem Leni ihre Jacke, Mütze, Schal und Schuhe ausgezogen hatte, wurde sie gewogen und auch gemessen. 116,5m ….. Leni hat sich gefreut wie ein Schneekönig, wieder ein halber Zentimeter mehr. Nach dem Messen und Wiegen musste Leni zuerst einmal mit beiden Beinen nach links hüpfen und danach musste sie innerhalb einer gewissen Zeit solange nach links und rechts hüpfen, bis sie Stopp sagt. Ich habe in der ganzen Aufregung vergessen mit auf die Uhr zu gucken, glaube aber das waren so 30 Sekunden.

Malen

Nach dem ganzen Gehüpfe musste Leni zuerst auf einem Bild kleine Smilies herausstreichen, die traurig waren. Auch hier wieder ein Blatt um das (ich gehe mal davon aus) das Verständnis zu prüfen und danach bekam sie Blatt mit lauter verschiedenen Smilies, hier mussten so viele traurige Smilies wie möglich innerhalb einer Zeit gefunden werden.

Nach den lustigen Smilies kam ein Bild mit zwei verschiedenen LKW’s. Bei diesem Bild mussten die Unterschiede erkannt und nachgemalt werden. Als das fertig war, musste Leni zwei Motive nacheinander nachmalen, in diesem Falle war es ein Pfeil und ein Tipi Zelt. Ich habe hier die zwei Motive mal aus meinen Gedächtnis nachgemacht, man darf während der Untersuchung keine Bilder machen. Das ist auch gut so, dann können sich die Kids ganz auf das wesentliche Konzentrieren.

Zählen und Quatsch

Nach dem Malen bekam Leni eine Karte in die Hand, bei der sie Laut zählen musste. Auf dieser Karte waren Bälle mit den Zahlen abgebildet. Anschließend musste Leni noch verschiedene Quatsch Wörter nachsprechen.

Hör und Sehtest

Den Hör und Sehtest kennt Leni schon. Bei dem Sehtest musste sie sagen, wohin die 3 Striche von einem E zeigen. Nach rechts, links, oben oder unten. Dann gab es noch 2 Farbkarten, auf deren sie die Farben erkennen und nennen musste. Der Hörtest ist wie beim Ohrenarzt, aus den Kopfhörern, kommt einen Ton und sie muss sagen, aus welchen Ohr sie den Ton hört. Danach durfte sich Leni ihre Schuhe wieder anziehen und wir mussten kurz vor der Tür warten.

Die Untersuchung

Nach einem kurzen Moment wurden wir in ein anderes Zimmer gebeten. Hier waren eine Ärztin und eine Assistentin. Die 2 haben sich mir und Leni vorgestellt und sie waren sehr nett. Die Ärztin ist kurz den Fragebogen, den ich bereits zu Hause ausgefüllt habe, das U-Heft und den Impfausweis mit mir durchgegangen. Es war alles ok und dann fing sie an, mit Leni noch ein paar Tests zu machen.

Mengenverständnis

Zuerst wurde Ihr verschiedene Karten gezeigt mit Bällen drauf. Leni musste ohne zu zählen sagen, welche Anzahl die Bälle haben. Die Karten hatten zwischen 2 und 4 Bälle auf der Karte. Hier hat es sich echt ausgezahlt, das wir so viele Spiele spielen. Besonders Halli Galli (also das Normale) kann die Kids das spielerisch beibringen. Bei den nächsten Karten waren blaue und gelbe Bälle zu sehen, hier musste Leni sagen, ohne zu zählen, welche Farbe mehr Bälle hat. Das hat auch super gut geklappt.

Sprache

Bei diesem Punkt wurden zuerst eine Karte mit verschiedenen Motiven gezeigt und Leni musste sagen, was es ist. (Zum Beispiel Frosch, Prinzessin, usw.). Bei dem nächsten Punkt wurde getestet, ob das Verständnis da ist, wo sich etwas befindet. Es war zum Beispiel eine Prinzessin auf den Tisch gezeigt und Leni musste sagen, wo sich die Prinzessin befindet. Anschließend wurde ihr noch eine Karte gezeigt, bei der die Mehrzahl genannt werden muss. Zum Beispiel 1 Vogel und 2 Vögel.

Zu guter Letzt

Zum Schluss der Untersuchung musste sich Leni ausziehen, aber die Leggings konnte sie anlassen, da es doch recht Frisch war im Raum. Sie wurde abgehört mit einem Stethoskop und Blutdruck wurde gemessen. Danach musste Leni noch auf einem Bein bis zur Tür hüpfen und wieder zurück.

Mein Fazit: Man macht sich im Vorfeld viel zu viele Gedanken. Die ganzen Untersuchungen und Tests bekommen die Kids teilweise spielerisch schon automatisch von uns beigebracht. Ich wusste durch meine Recherche im Internet schon in etwa, was da auf uns zu kommt. Ich hatte damals gedacht, irgendwie muss man sein Kind ja darauf vorbereiten. Aber das ganze Vorbereiten hat keinen Sinn, wenn das Kind am Ende nicht mitmacht. Ich hatte Glück, das Leni hier gut mitgemacht hat. Es hätte hier auch anders laufen können. Ich war bei einigen Aufgaben selbst total überrascht, wie sie die Aufgabe gelöst hat. Jedes Kind ist so gut, wie es ist und man sollte die kleinen nicht wochenlang darauf vorbereiten. Allerdings ist es auch gut zu wissen vorher, was da alles auf einen zu kommt. Nach der Untersuchung bin ich mit Leni, als Belohnung zum Mc Donalds gegangen. Sie hat das echt toll gemacht und ich bin mega Stolz auf sie.

9 Kommentare

  1. Tanja's Everyday Blog

    Die Untersuchung hört sich gar nicht so stressig an. Meine Kleine kann mit ihren 4 Jahren schon kaum erwarten in die Schule zu kommen :-0 Sie kann auch schon Namen schreiben, von allen Familienmitgliedern und sogar der Katze 😉
    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. Sigrid Braun

    Ich kann mich noch sehr gut erinnern wie aufgeregt ich bei meinen Kindern, obwohl das schon 40 Jahre her ist. Dabei ist das alles gar nicht so tragisch!
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  3. ANja

    Schön, dass alles so gut gelaufen ist.
    Ich kann mich tatsächlich noch an meine Untersuchung erinnern, verrückt.
    Liebste Grüße Anja

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  4. beats and dogs

    Finde diese Untersuchungen nicht gerade toll. Der Kinderarzt, der sie von Anfang an behandelt hat weiß am besten wie es um sie steht. Die Einschätzung wäre meiner Meinung nach viel präziser. Dennoch kannst du sehr stolz auf deine Kleine sein. Das hat sie sehr gut gemeistert.

    Lg Christian

    https://beatsanddogs.com

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  5. Ina Apple

    Das freut mich, dass deine Tochter die Schulärztliche Untersuchung gut gemeistert hat! Es soll ja auch wirklich festgestellt werden, ob die Kleine schon für die Schule bzw. diesen Schultyp geeignet ist. Wenn man vorher gewisse Fragen oder Dinge trainiert, dann verfälscht man letztendlich das Bild und der Leidtragende ist immer das Kind, das dann evtl. zu früh eingeschult und völlig überfordert wird. Ich bin also kein Fan vom “Üben”! 🙂
    LG Ina

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  6. L♥ebe was ist

    ich bin kein Freund dieser Untersuchungen … meistens werden die Kinder eher unterschätzt als richtig eingeschätzt. am besten sollte das ja eher der Kinderarzt wissen, der das Kind ohnehin kennt 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

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  7. Britta

    Da haben wie zum Glück noch ein paar Jahre Zeit! Aber das geht bestimmt wie im Fluge vorbei. Die Zeit rast… 🙈!

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  8. katy fox

    wow hab ich ja gar nicht gewusst – das es so was gibt – bzw ich kann mich nicht erinnern, dass ich das je gemacht habe!
    u du hast so recht oft macht man sich so einen kopf davor u wenn es vorbei ist lacht man darüber 🙂
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

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Ich Mamschen

Mein Name ist Denise Drews, ich bin Jahrgang 1987 und komme aus Hainburg. Ich bin seit August 2008 verheiratet und eine leidenschaftliche Mama seit Februar 2012. Der Name für den Blog „Mamschen“ ist von meiner fünfjährigen Tochter entstanden. Ich werde von ihr immer liebevoll Mamschen genannt.